Das Projekt steht für eine vollständige Transformation: Ein ehemaliges Hertie-Kaufhaus aus den späten 1950er Jahren – 1961 eröffnet, 2009 geschlossen – jahrzehntelang Mononutzung, ein einziger Mieter, eine einzige Funktion. Wir haben das Gebäude bis auf die Tragkonstruktion entkernt und vollständig neu konzipiert: aus einem Kaufhaus wurde ein gemischt genutztes Wohn- und Geschäftshaus mit eigenständiger Erschließung für jede Nutzungsart. Der Fassadenentwurf stammt vom Berliner Architekten Thomas Müller, eine modern geformte Hülle mit zweifarbig abgesetztem Fassadenkörper, welcher die unterschiedlichen Nutzungen der Geschosse auch optisch klar ablesbar macht. Was heute als Mixed-Use gilt, haben wir hier bereits 2010 gedacht und konsequent umgesetzt.
Flächenkonzept und Nutzung
Auf rund 9.800 qm Gesamtfläche entstanden ca. 5.600 qm Einzelhandel, 1.700 qm Fitness + Zahnklinik und 2.500 qm Wohnen. Die Loftwohnungen von 40 – 85 qm in den Obergeschossen wurden mit Terrassen und Balkonen zum Hof realisiert, die Fenster in das ursprüngliche Fassadenraster integriert. Mit der Möglichkeit, das Fahrrad per eigenem Aufzug direkt in die Wohnung zu bringen, wurden die Lofts als Bike-Living vermietet. Mit Mietern wie C&A, Reno, dm, Go Asia, Fitness, Apotheke und Zahnklinik hat sich das Haus als lebendiges Zentrum im Stadtteil etabliert.




